Info vom 10. September 2014

Sophia Schledding aus der Klasse 7c hat schon zum zweiten Mal am Schreibwettbewerb der Stadtbücherei Dülmen teilgenommen und zählt erneut zu den Siegern. Neben der Veröffentlichung ihres Beitrages in der Dülmener Zeitung wurde ihre Schreibkreativität mit einem Büchergutschein belohnt. Die Marienschule gratuliert zu diesem Erfolg. Herzlichen Glückwunsch Sophia!

Hier ist ihre aktueller Beitrag zum Thema "Vorbilder und Idole":

Hallo, ich heiße Sophia Blume bin 12 Jahre alt und komme in die 7. Klasse. Ich wohne in einem kleinem Dorf im Münsterland mit meiner Cousine Lotti, meiner Mutter, meinem Vater, meiner Oma und meinem Opa. Wir leben alle zusammen mit vielen Tieren auf einem kleinen Bauernhof.

Meine Cousine wird bald 30 Jahre alt. Ich habe immer gedacht je älter man wird um so glücklicher ist man. Aber Lotti hat mit 25 Jahren bei einem tragischen Autounfall ihre Eltern verloren. Ihre Mutter starb am Ort des Geschehens und ihr Vater bei einer schwierigen Not­OP im örtlichen Krankenhaus. Eine Woche später war die Beerdigung.

Seit dem haben Mama und Papa sie bei uns aufgenommen, denn in unserem alten Bauernhaus war noch eine Wohnung über uns frei. Sie arbeitet seit 5 Jahren als Ärztin, denn vorher hat sie ihren Dr. gemacht. Mama und Papa sagen sie hat sich schon immer dafür interessiert Menschenleben zu retten besonders nach dem Tod ihrer Eltern wurde ihr bewusst was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren. Bei ihr geht es jeden Tag um Leben und Tod.

Einmal hat sie mich mit genommen und mir die ganzen Geräte für die Patienten gezeigt. Das war alles total aufregend. Bald fährt Lotti nach Afrika zu ihrem Patenkind Fabio, er ist 10 Jahre alt und muss schon arbeiten. Ihm geht es nämlich nicht so gut wie uns hier in Deutschland. Viele Kinder und Erwachsende sind dort sehr krank. Deswegen will Lotti dort als Ärztin für ein halbes Jahr helfen. Vor 2 Jahren war sie schon einmal für ein halbes Jahr dort.

Sie hat mir erzählt dass, die Menschen dort in sehr großer Armut leben, deswegen können ganz viele Leute sich keine Medizin und Lebensmittel kaufen. Die vielen Helfer haben sogar eine Trinkwasserstation gebaut damit die Menschen nicht immer viele Kilometer bis zu einer Wasserstelle laufen müssen. Dieses Jahr wollen sie eine Schule errichten.

Lotti ist schon total aufgeregt, denn sie möchte gerne wissen wie es Fabio und den anderen geht. Jedes Jahr zahlt sie einen kleinen Geldbetrag an ihn damit er sich bald Schulbücher für die neue Schule und etwas zu essen kaufen kann.

Ich bin Lotti’s größter Fan, sie ist mein Vorbild und das wird auch immer so bleiben. Später möchte ich auch so Großes bewirken. Denn jeder Mensch hat es verdient ein richtiges Leben führen zu können -ohne den Gedanken ’Morgen reicht das Essen nicht mehr‘. Es ist egal wo man her kommt oder wie man aussieht. Man darf nicht weg gucken, denn das ist die grausame Wirklichkeit.